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Inhalte jagdlicher Hundeprüfungen

Jagdeignungsprüfung / Brauchbarkeitspüfung mit Schweiß (JEPs)

Rheinland – Pfalz (Stand August 2001)

    1. Allgemeines Verhalten und Gehorsam

      a) allgemeines Verhalten und Gehorsam während der gesamten Prüfung,
      b) Leinenführigkeit
      c) Gehen frei bei Fuß
      d) Verhalten auf dem Stand bei Schussabgabe durch den Führer

    2. Schussfestigkeit bei freiem Lauf und im Wasser

    3. Bringen

      a) von Haarnutzwild (Hase oder Kaninchen) auf 300 m langer Schleppe sowie
      b) von Federwild (Rebhuhn, Fasan, Ente oder Taube) auf 150 m langer Schleppe
         in unübersichtlichem Gelände,

    4. Schweißarbeit (Riemenarbeit) auf mindestens 400 m langer künstlicher Tagfährte,
       mit zwei stumpfwinkligen Haken bei Verwendung von höchstens 0,25 l Schweiß
       oder Blut,

    5. Verlorensuche und Bringen einer erlegten Ente im deckungsreichen Gewässer.

     

Jagdliche Jugendprüfung für Retriever (JP/R)

Deutscher Retriever Club

Mindestalter des Hundes 9 Monate, Höchstalter 24 Monate

    1. Freie Verlorensuche
    2. Wasserfreudigkeit und Verlorensuche im deckungsreichen Gewässer
    3. Spurwille und Sicherheit auf der Schleppspur
    4. Standruhe
    5. Merken
    6. Schussfestigkeit
    7. Nasengebrauch
    8. Bringen von Nutzwild
    9. Führigkeit
    10. Arbeitsfreude

     

Bringleistungsprüfung (BLP)

Deutscher Retriever Club

    I. Waldarbeit

      - Haarwildschleppe (300 m)
      - Freie Verlorensuche 50 x 40 m Fläche, 2 Stücke Nutzwild
      - Bringen von Hase / Kanin

    II. Wasserarbeit

      - Verlorensuche im deckungsreichen Gewässer
      - Bringen der Ente

    III. Feldarbeit

      - Einweisen auf 2 Stück Federwild
      - Federwildschleppe (200 m)
      - Bringen von Federwild

    IV.  Gehorsam

      - Allgemeines Verhalten – Gehorsam
      - Verhalten auf dem Stand
      - Leinenführigkeit
      - Folgen frei bei Fuß
      - Ablegen

    V.   Arbeitsfreude

    VI.  Führigkeit

    VII. Nasengebrauch

     

Verbandsprüfung nach dem Schuß (VPS)

Jagdgebrauchshundeverband

    I. Waldarbeit

      - 400 m Schweißfährte (Übernacht)
      - Hasen- oder Kaninchenschleppe (300 m)
      - Bringen von Hasen- oder Kaninchen
      - Stöbern
      - Buschieren
      - Fuchsschleppe (Wahlfach)
      - Bringen auf der Fuchsschleppe (Wahlfach)

    II. Wasserarbeit

      - Stöbern ohne Ente im deckungsreichen Gewässer
      - Verlorensuche im deckungsreichen Gewässer
      - Stöbern mit Ente im deckungsreichen Gewässer
      (darf in Rheinland-Pfalz und Hessen nicht geprüft werden)

    III. Feldarbeit

      - Federwildschleppe
      - Freies Verlorensuche eines ausgelegten Stückes Federwild
      - Bringen von Federwild

    IV. Gehorsam

      - Allgemeines Verhalten – Gehorsam
      - Verhalten auf dem Stande
      - Leinenführigkeit
      - Folgen frei bei Fuß
      - Ablegen

       

Retrievergebrauchsprüfung (RGP)

Deutscher Retriever Club

Mindestalter des Hundes: 18 Monate

Fächer

    V. Waldarbeit

      - 400 m Schweißfährte (Übernacht- oder Tagfährte)
      - Hasen- oder Kaninchenschleppe (300 m)
      - Bringen von Hase oder Kaninchen
      - Frei Verloren Suche an 2 Stück ausgeworfenem Nutzwild
        Suchengebiet 60 x 70 m)
      - Buschieren
      - Bringen von Fuchs über Hindenis (fakultativ)
      - Fuchsschleppe (fakultativ)
      - Bringen von Fuchs auf der Schleppe (fakultativ)

    VI. Wasserarbeit

      - Stöbern ohne Ente im deckungsreichen Gewässer
      - Verlorensuche im deckungsreichen Gewässer
      - Stöbern mit Ente im deckungsreichen Gewässer
        (darf in Rheinland - Pfalz und Hessen nicht geprüft werden)
      - Bringen der Ente

    VII. Feldarbeit

      - Federwildschleppe
      - Einweisen auf 2 Stück ausgeworfenes Federwild
      - Bringen von Federwild

    V. Gehorsam

      - Allgemeines Verhalten – Gehorsam
      - Verhalten auf dem Stand
      - Leinenführigkeit
      - Folgen frei bei Fuß
      - Ablegen

    VI. Arbeitsfreude

     

Verbandsschweißprüfung (VSwP / Stand 1998)

Mindestalter des Hundes: 24 Monate

Mindestlänge der Fährte: 1000 m unter Verwendung von maximal ¼ Liter Schalenwildschweiß (= Blut von Reh oder Hirsch)
Die Fährten werden im Wald gelegt. Das Revier soll mindestens zwei Schalenwildarten als Standwild aufweisen.

Standzeit der Fährte: 20 bzw. 40 Stunden

Bewertung:

I  (1. Preis) = vorzüglich
II (2. Preis) = sehr gut
III (3. Preis) = gut

 

Schweißprüfung ohne Richterbegleitung (SwPoR)

Prüfungsvoraussetzung: bestandene Verbandsschweißprüfung über 1000 m mit Richterbegleitung

Mindestlänge der Fährte: 1000 m unter Verwendung von maximal ¼ Liter Schalenwildschweiß (= Blut von Reh oder Hirsch)

Die Fährten werden im Wald gelegt. Das Revier soll mindestens zwei Schalenwildarten als Standwild aufweisen.

Auf der Fährte sind zwei Wundbetten und sechs Verweiserpunkte markiert. Diese Markierungen sind vom Hundeführer als Beweis der Fährtentreue des Hundes einzusammeln.

Standzeit der Fährten: 20 Stunden

Maximal erlaubte Arbeitszeit: 2 Stunden.